
Vernissage: 26.03.2010, 19 Uhr
Ausstellung: 26.03. - 24.04.2010
Info:
Ciscoksl & Fafa sind zwei Urbane Künstler die in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden sind,und doch ist ihr künstlerischer Ansatz und Ausdruck sehr unterschiedlich.
Beide stammen von der Iberischen Halbinsel, beide fingen bereits 1997 an auf der Strasse zu malen und beide vermögen es den Erfahrungsschatz ihrer Graffitivergangenheit auf eine Weise auf die Leinwand zu bannen, die die Anziehungskraft zeitgenössischer Kunst hat.
Fafa begann schon als Kind mit der Malerei und fühlte sich dann als Teenager stark angezogen von der Hip-Hop Kultur - denn Graffiti war das perfekte Element um als junger Maler Teil dieser Bewegung zu werden. Nachdem Fafa in seiner Heimatstadt Sevilla bildende Kunst studiert hat, sieht er sich selbst in der Rolle eines künstlerischen Ethnologen. In seiner Serie von Arbeiten, die Teil eines einzigartigen Projektes über Graffti-Situationen sind, widmet sich Fafa einer Homage an die Graffiti-Kultur und zeigt dem Aussenstehenden seine Welt aus der Perspektive des Insiders.
Ciscoksl ist ein sehr talentierter, junger Künstler aus Katalonien, der seine Karten auf unterschiedlichstem Wege ausspielt. Halb zwischen Strasse und Hochschule sprühen Ciscoksl´s faszinierende und gefühlvolle Aquarell-Gemälde vor Persönlichkeit und expressivem Lebensstil. In seiner Arbeitsserie spricht Ciscoksl durch die Münder anderer und gibt diesen, indem er sie stumm zu schreien scheinen lässt, eine Stimme. Sprache ist die Ausdrucksform der Mehrheit und Ciscoksl´s Portraits sind von einer Bildsprache die viele erreicht.
Weder Fafa noch Ciscoksl haben sich in ihrem Graffiti-Leben zu sehr der Buchstaben-Kreation oder dem Writing gewidmet, sondern sich vielmehr ihrer Leidenschaft für Charaktäre, Landschaft, figurativer Malerei und Realismus hingegeben, was ihre enge Beziehung zur bildenden Kunst erklärt. Doch beide teilen nach wie vor die Lust an Farbe und deren Pracht - die überwältigende Kraft der leuchtenden Iberischen Farben als auch der Farbpalette des klassischen Graffitis, das wir alle so gut kennen.